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Vielleicht, vielleicht auch nicht...

Es gibt immer Dinge, auf die wir hoffen. Dinge, von denen wir uns wünschen, dass sie sich früher oder später erfüllen. Wir halten an dem Glauben der Erfüllung unserer Wünsche fest. Wachen morgens auf und denken "Vielleicht heute ... vielleicht morgen ... vielleicht nächste Woche". Und eine kleine Stimme in unserem Kopf sagt uns, dass "vielleicht" im Grunde doch nur ein anderes Wort für "nie" ist.

Also warum halten wir dennoch so sehr an diesen Träumen fest, von denen wir ahnen, dass sie sich ohnehin niemals erfüllen werden?

Vielleicht, weil wir an irgendetwas glauben wollen, auf irgendetwas hoffen möchten. Weil es das Leben irgendwie einfacher macht. Man redet sich Tag für Tag ein, dass die ganze Zeit, die man mit hoffen, träumen und wünschen verbracht hat, nicht umsonst war. Dass man nur noch ein bisschen länger durchhalten muss. Nur noch ein paar Tage länger gute Miene zum bösen Spiel machen muss. Dass all das Durchhalten irgendwann belohnt wird.

Und jeden Tag, den wir vergeblich hoffen, stirbt ein kleiner Teil von uns. Weil man wieder enttäuscht wurde, obgleich wir doch tief in unserem Inneren wussten, was passieren würde. Eigentlich war doch klar, dass "vielleicht" nun mal keine Gewissheit bedeutet. Dass man weiter gute Miene zum bösen Spiel machen wird.

Sind wir im Grunde dann nicht selbst an dieser Misere Schuld? Weil wir uns jeden Tag aufs Neue etwas vormachen? Also, warum hören wir nicht einfach damit auf, uns selbst zu quälen? Weil wir kämpfen. Wir kämpfen, solange es geht, um nicht vergeblich gekämpft zu haben. Wir kämpfen, obwohl es jeden Tag schwerer wird. Wir kämpfen, weil wir hoffen, dass es das wert ist...

18.7.13 14:29
 
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